Miktieren

Der Begriff Mik­tion (lat. für har­nen) ist der medi­zinis­che Fach­be­griff für Urinieren.

Die Blase ist ein Speicher‑, Entleerungs- und Sinnesorgan.

Abhängig von der Flüs­sigkeit­szu­fuhr pro­duziert ein gesun­der Men­sch in 24 Stun­den etwa
1000 bis 1500 ml Harn. Dabei ist die Urin­pro­duk­tion allerd­ings nicht zu jed­er Tageszeit
gle­ich groß. Am meis­ten Urin pro­duziert der Men­sch übri­gens um sechs Uhr mor­gens.
Der Harn­drang fängt bei Män­nern bei etwa 400 — 600 ml. an, während bei
Frauen schon 300 — 400 ml. aus­re­ichen. Da die inneren Geschlecht­sor­gane der Frau
den Platz beanspruchen, kann hier weniger Urin gespe­ichert wer­den.
Ungün­stige Kör­per­po­si­tio­nen, sowie Stress und Zeit­druck während der Mik­tion ver­hin­dern
eine voll­ständi­ge Entleerung der Blase. Dieser erhöhte Restharn begün­stigt wiederum
das Entste­hen von Harn­wegsin­fek­ten und führt logis­cher­weise zu einen vorschnellen,
erneuten Harn­drang.

Auch der Stuh­lver­halt wirkt sich neg­a­tiv auf unseren Kör­p­er aus. Forsch­er kon­nten
wis­senschaftlich bele­gen: Chro­nis­che Ver­stop­fun­gen hän­gen eng mit ungün­sti­gen
Ver­hal­tensweisen im All­t­ag zusam­men. Dazu zählen vor allem der Auf­schub des
Toi­let­ten­gangs, meist bedin­ngt durch Zeit­druck, Unlust oder Ver­mei­dungsver­hal­ten
auf Grund des fern­bleibens ein­er eige­nen pri­vat­en Toi­lette.
Beson­ders Frauen zögern ver­mehrt die Stuh­lentleerung hin­aus und haben mehr Prob­leme
damit, außer­halb des eige­nen Zuhaus­es zur Toi­lette zu gehen.
Chro­nis­che Ver­stop­fung ist unan­genehm und kann zu Schmerzen bei der Defäka­tion, Ris­sen
am Anus (Anal­fis­sur), Häm­or­rhoiden oder weit­ere Langzeitschä­den des End­darms führen.

 

Vor allem für FLINTA* ist eine Mik­tion in der Hocke gesund. Damit kann die Blase entspan­nt und endgültig entleert wer­den, wodurch Blase­nentzün­dun­gen vorge­beugt werden.

 

*Frauen, Les­ben, Inter­sex­uell, Non­binär, Tran­sex­uell und Agender.